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Begutachtung vorbereiten

Der Besuch dauert meist bis zu einer Stunde. Wer vorbereitet ist, vergisst weniger. Diese Liste kannst du ausdrucken.

Checkliste

  • Pflegetagebuch der letzten ein, zwei Wochen
  • Medikamentenplan
  • Arztberichte und Entlassungsberichte aus dem Krankenhaus
  • Liste der Ärzte und Therapeuten mit Adresse
  • Hilfsmittel, die schon da sind (Rollator, Pflegebett, Inkontinenzmaterial)
  • Bericht oder Pflegedokumentation vom Pflegedienst, falls einer kommt
  • Schwerbehindertenausweis oder Bescheid, falls vorhanden
  • Eine Vertrauensperson, die den Alltag kennt und dabei ist
  • Notizen: Was fällt schwer? Was ist nachts? Was ist in letzter Zeit schlechter geworden?

Beim Termin

Die erste Begutachtung findet zu Hause oder in der Einrichtung statt. Bei späteren Begutachtungen kann der Medizinische Dienst auch ein Gespräch am Telefon führen. Wer lieber einen Besuch möchte, kann das sagen.

Beschreib einen ganz normalen Tag, keinen besonders guten. Viele Menschen wollen beim Besuch zeigen, was noch geht. Das ist verständlich, aber der Gutachter soll sehen, wobei Hilfe nötig ist.

Sprich vorher mit der Person darüber, dass auch Unangenehmes zur Sprache kommt, etwa Inkontinenz oder Vergesslichkeit. Was sie nicht vor anderen sagen möchte, kann die Vertrauensperson auch kurz unter vier Augen erzählen.

Nach dem Termin

Das Gutachten kommt mit dem Bescheid, außer du hast der Zusendung widersprochen; du kannst es auch später noch anfordern (§ 18c Abs. 2 SGB XI). Vergleich es mit deinem Tagebuch. Fehlt etwas Wichtiges, hilft dir die Pflegeberatung oder ein Sozialverband.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Begutachtung?

Meist bis zu einer Stunde, zu Hause oder in der Einrichtung. Ein Gespräch am Telefon ist meist kürzer.

Darf jemand dabei sein?

Ja. Eine Vertrauensperson, die den Alltag kennt, ist sogar sehr hilfreich.

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